Zusammenfassung
Aus Ruderwiki
Zusammenfassung
Saubere Technik nutzt jedem Mannschaftsmitglied etwas und steigert so die Effektivität und den Spaß
Wie man gesehen hat, gibt es viele Aspekte, über die man diskutieren könnte und sie weiter verfeinern.
Jeder legt die Schwerpunkte anders, jeder hat seine eigene Technik, mit der er individuell schnell ist. Jeder Weltmeister und Breitensportler rudert seinen eigenen Stil. Aber alle haben ein paar Dinge gemeinsam:
- Gleichmäßiger Durchzug ohne Kraftspitzen
- Gleichmäßige Geschwindigkeit des Bootsrumpfes
- Schnelle flüssige kontrollierte Umkehrpunkte
- ruhige und kontrollierte Vorrollbewegung ohne Geschwindigkeitsspitzen
- Keine Pausen in der Ruderbewegung
- sauberes Balancieren des Bootes
- Gute mannschaftsinterne Koordination
Auffälliger Weise rudern Mannschaften mit weniger Kraft deutlich sauberer, und können durch Technik ein stärkeres Boot durchaus in die Knie zwingen. Immer wieder staunen starke Jungs, dass sie eine leichte Mannschaft (vielleicht sogar mit Frauen drin) abgezogen hat. Und je länger die Strecke ist, desto mehr wirkt sich das aus.
Das man mit Technik und weniger Kraft sogar im internationalen Ruderzirkus durchaus Erfolg haben kann, zeigt folgendes Interview (27.8.07) mit dem Schlagmann des Deutschlandachters [1]:
Spiegel online: Sie gelten nicht gerade als Modellschlagmann...
Heidicker: Das stimmt, das Physische ist bei mir ein wenig verkümmert. Bahne Rabe (Schlagmann des Gold-Achters von Seoul 1988, die Red.) war der Adonis, der physisch stärkste. Meine Philosophie ist es, den Leuten zu vermitteln, mit wenig Kraftaufwand schnell zu rudern. Nur mit Kraft kommt man nicht weit.
Wir belassen das mal bei dieser Aussage und geben ihm einfach Recht, schließlich hat er damit seinen Achter schon einmal zum Weltmeister geschlagen...
Viel Spaß beim Rudern!

