Ziele von guter Rudertechnik

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Wer seinen Ruderkurs hinter sich hat, kann meist "Rudern". Das Verständnis, was man genau und warum macht, bekommt man jedoch meist gar nicht oder erst viel später. Das ist schade, denn so kann man nicht selbst an sich produktiv arbeiten.

Hier sollen nicht dir Grundlegenden Einzelheiten des Ruderns besprochen werden. Wer dies sucht, sei das Skript "Rudern lernen" von Volker Grabow empfohlen (Download) .

Ziele

Eine gute Rudertechnik hat generell, unabhängig von der sportlichen Zielsetzung, zwei Hauptaufgaben zu erfüllen:

  • Sie soll bewirken, dass die konstitutionellen und konditionellen Gegebenheiten des Ruderers für die Bootsgeschwindigkeit genutzt werden (effektiver Vortrieb).
  • Sie soll zudem bewirken, dass die Kräfte und Bewegungen, die dem Vortrieb des Bootes entgegenwirken oder zu einem höheren Energiebedarf beim Ruderer führen, minimiert werden (Verringerung der Widerstände).

Hier werden direkt 2, sich manchmal widersprechende, Ziele definiert: effektive Kraftübertragung versus kraftsparendes Rudern. Je nachdem welche Aspekte man betont, bekommt man verschiedene Rudertechniken:

  • Die ökonomische Technik hat zum Ziel, mit nicht austrainierten Mannschaften und oft extrem heterogenen Besatzungen auf langen Strecken so kraftsparend wie möglich eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit zu fahren.
  • Die Rennrudertechnik, versucht die maximale Geschwindigkeit um jeden Preis zu erreichen, ist aber nicht unbedingt ökonomisch.

Es gibt also Aspekte, die für die eine Zielsetzung vorteilhaft sind, sich aber auf die andere negativ auswirken.

Genauso gibt es pro Ruderer genau eine andere Vorstellung, was genau die beste Technik ist - was teilweise sogar (wegen der individuellen Physiologie) stimmen kann. Über das Folgende kann viel diskutiert werden - wer andere Aspekte oder Verbesserungsvorschläge hat, darf diese gerne äußern.

Problematik

Viele Ruderer machen einfach was sie gelernt haben meinen, ohne zu wissen, warum sie das tun. Wenn man versteht was man tut, kann man aber viel eher sich verbessern oder seine Fehler abstellen.

Zum Verständnis warum man etwas machen soll oder warum nicht, ist etwas Hintergrundwissen vorteilhaft, welches im Kapitel Widerstände vermittelt wird:

  • Die Leistung (Leistung) entscheidet, wie viel Vortrieb ein Ruderer leisten kann, meist auf dem Ruderergometer gemessen. Aber wovon hängt er ab, und was bedeutet das im Boot?
  • Der Widerstand (Widerstände): Das Boot liegt auf dem Wasser, hat einen Widerstand der von Tauchtiefe, Boots- und Ruderergewicht, Wasserlage, Rumpfgeschwindigkeit und sogar Wassertemperatur und Wassertiefe abhängt. Wovon hängt dieser Widerstand ab?
  • Die Geschwindigkeit (Widerstände): Rudern ist eine rhythmische Bewegung, wobei die Geschwindigkeit des Bootsrumpfes zwischen hohen und niedrigen Geschwindigkeiten pendelt. Wie wirkt sich das aus?

Ab Durchzug geht es dann um die Auswirkungen dieser Überlegungen auf die Rudertechnik. Um eine Übersicht zu bekommen betrachten wir folgende Punkte:

  • Die Technik Die Leistung kann man effizient oder ineffizient auf das Wasser übertragen. Wir werden uns die 4 Abschnitte des Schlages - Durchzug, Ausheben, Vorrollen, Setzen - unter diesem Aspekt ansehen.
  • Die Stabilität: Wenn das Boot wackelt, behindert dies das richtige rudern. Darum ist es wichtig zu wissen, wie man sein Boot gerade stabilisieren kann.
  • Die Mannschaftskoordination: Man sollte ein Boot gemeinsam bewegen, oder auch viel Energie für das gegeneinander kämpfen vergeuden. Nur ein Boot das zusammen arbeitet, ist auch wirklich schnell.

Effizientes Rudern

Folgende Faktoren beeinflussen die Geschwindigkeit, und sollten bei einer guten Rudertechnik berücksichtigt werden:

  • Der Wechsel der Rumpfgeschwindigkeit hängt von der Vorrollbewegung und Schlagzahl ab. Höhere Schlagzahlen und/oder unregelmäßige Bewegung steigern den Widerstand deutlich.
  • Genauso steigt der Stampfwiderstand durch das wirken größerer Kräfte im Boot an, auch hier stark abhängig von Technik und Schlagzahl
  • Zwischen der Leistung die der Körper bringt, und dem was an Leistung im Wasser ankommt, besteht ein Unterschied: Energie geht verloren durch das Beschleunigen des Rumpfes, Bewegen der Gliedmaßen, der Skulls etc. -> durch die Ruderbewegung selbst.

Wen eine ausführliche mathematische Betrachtung der Probleme von Widerstand, statischer und dynamischer Stabilität des Ruderbootes etc. interessiert, der sei an die Seminararbeit über die Physik des Rudersports -Leider aktuell nicht erreichbar- verwiesen. Dort finden sich ausführliche aber meist noch anschauliche Überlegungen zu den verschiedensten Themen, auf die ein Anfänger (und mancher alte Hase) noch nicht gekommen ist...

Grundlagenwissen

Bevor man weiter liesst, sollte man sich die Beiträge zum Thema Leistung und Widerstand durchlesen, um das weitere verstehen zu können!!

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