Wende
Aus Ruderwiki
Die Wende wird beim Rudern für einen Richtungswechsel benutzt. Im Gegensatz zu Manövern wie Überziehen, Einseitig rudern und Manöver des Steuermannes mit dem Steuer oder Fußsteuer, welche die Richtung eines fahrenden Bootes beeinflussen, findet die Wende bei einem stehenden Boot auf der Stelle statt.
Wenden sind eigentlich eine sehr ineffiziente Art, das Boot zu drehen. Insbesondere bei langen Booten dauert sie recht lange und brauch viel Kraft. Auf strömenden Gewässern kann die Wende oft leichter durch zuhilfenahme der Strömung geschehen, beziehungsweise ist gegen die Strömung unmöglich (siehe Wenden in der Strömung)
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Kommando
Wenden macht man entweder über Backbord oder Steuerbord. Entsprechend wird diese auch vom Steuernden angesagt. "Wende über..."
siehe auch: Ruderkommandos
lange Wende
Die lange Wende ist quasi die Standartwende. Hierbei wird abwechselnd auf der einen Seite vor, und auf der anderen Seite zurück gerudert. Dadurch wird das Boot - neben einer ständigen vor und zurückbewegung - langsam gedreht.
Die Bewegung geschieht nicht ganz auf der Stelle, ausreichend Platz sollte vorhanden sein, dass das Boot in allen Richtungen auf die Wasserfläche passt. Als Faustregel gilt, die Bootslänge plus 2m Reserve. Immer aufpassen, dass keine Kollisionen mit dem Ufer oder anderen Hindernissen geschehen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass man eine Seite erneut Streichen oder Druchziehen lassen kann, um sich wieder eine drehbare Lage zu bringen.
Zum genauen ausführen einer Wende siehe Wenden (Anfängerausbildung)
kurze Wende
Die kurze Wende über eine der beiden Seiten (Backbord/Steuerbord) unterscheidet sich in dem Maße von der langen Wende, dass hier nur mit dem Armen gearbeitet wird, und nicht abwechselnd, sondern gleichzeitig.
Diese Art der Wende ist noch kraftaufwendiger und (in langen Booten) ineffizienter als die Lange Wende. Der Vorteil ist, dass die vor- und zurückbewegung entfällt, und man dadurch auch auf engen Kanälen noch wenden kann, ohne mit dem Ufer zusammenzustoßen.
Hauptsächlich wird diese Art der Wende bei Rennruderern (Rennboote ohne Kiel lassen sich leichter wenden) oder auf engen Kanälen beobachtet.
Wenden in der Strömung
Insbesondere lange Boote kommen beim Wenden auf strömenden Gewässern sehr schnell beim Wenden mit Bug und Heck in Bereiche unterschiedlicher Strömung. So ist zum beispiel am Ufer eines Flusses die Strömung geringer als in der Mitte, oder gar hinter einem Hindernis wie einer Buhne oder einem Brückenpfeiler eine Aufströmung.
Diese Strömungen zerren an einem Boot, und verpassen ihm, wenn sie an Bug und Heck unterschiedlich sind, eine Drehmoment. Dieses Drehmoment kann einem die Wende erleichtern, wenn man das Boot so dreht, dass man die Strömung ausnutzt. So kann sich teils eine 170°-Wende leichter bewerkstelligen lassen als 90° in die andere Richtung.
Im Extremfall, z.B. einem Achter auf dem Rhein, kann die Wende gegen die Strömung unmöglich sein.
siehe auch:
Varianten
Wenden beginnen manchmal mit dem Stoppen, beidseitig oder einseitig, wenn man aus der Fahrt eine Wende beginnt.



