Stoppen
Aus Ruderwiki
Ein Boot zu stoppen ist kein einfaches Unterfangen. Ist es erstmal in Fahrt, dan gleitet es durch das Wasser und die träge Masse, welche sich weiter fortbewegen möchte, schiebt.
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Wie stoppt man ein Boot
Das erste Kommando, wenn keine Gefahr im Verzug ist, wäre das "Ruder halt". Das Boot wird nicht mehr beschleunigt, also kommt es früher oder später zum Stehen.
Wenn nun eilig Fahrt herausgenommen werden muss, wird der Steuernde/die Steuernde das Kommando "Stoppen" von sich geben. Das hat erstmal die gleiche Wirkung wie "Ruder halt", doch wird gleich anschließend das Blatt/die Blätter in senkrechtem oder angekippten Zustand (Blattunterkante Richtung Heck) ins Wasser gesetzt. Durch den entstehenden Widerstand im Wasser durch die Blätter wird das Boot gebremst und verliert an Fahrt.
Wie schnell dies geht, hängt von einigen Faktoren ab:
- der Anfangsgeschwindigkeit
- dem Bremswirkung
- der Kraft der Mannschaft
- die schnelle Reaktion der Ruderer
- der zu stoppenden Masse
Der begrenzende Faktor
Der begrenzende Faktor beim Stoppen bleibt und ist die Kraft der Ruderer.
Je kräftiger eine Mannschaft ist, desto senkrechter können diese das Blatt ins Wasser stellen. Denn sie können gegen den Druck gegenhalten, welcher durch das Einsetzen des Blattes ins Wasser entsteht.
Gegen/Streichen
Wenn das Boot an Fahrt verloren hat, ist es noch möglich die Blätter zu drehen, dass heißt wie beim [Streichen]/Gegenrudern/Rückwärtsrudern (genau umgekehrt zur Fahrtrichtung). Auch dies will wohl überlegt sein, denn hier entsteht wiederum ein sehr hoher Druck und ein hoher Kraftaufwand kann nötig sein, um den Griff des Skulls, des Riemens halten zu können.
Bremsweg
Nur um es noch mal erwähnt zu haben: Je schneller das Boot desto länger ist der Bremsweg. Je schwächer die Mannschaft, desto länger der Bremsweg. Je langsamer die Reaktion der Ruderer auf das Kommando desto länger der Bremsweg. Je größer die Masse, die gebremst werden muss, desto länger der Bremsweg. Je kleiner die Bremswirkung (z.B. durch die nicht ganz senkrecht stehenden Blätter), desto länger der Bremsweg.
Einseitig Stoppen
Nun gibt es eine weitere Variante: Man stoppt auf eine der beiden Seiten: Backbord oder Steuerbord.
Was passiert, ist, dass das Boot erstmal an Fahrt verliert, nicht so stark wie beim beidseitigen Stoppen, und zweitens fährt das Boot eine Kurve. Es beschreibt eine Kurve in die Richtung, auf der gestoppt wird. Dabei kann man ein Driften auf die Seite der nicht stoppenden Seite beobachten.

