Steuermann

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Der Steuermann hat nicht nur die eine Aufgabe im Boot: Steuern

Bei einem Sieg kann einer Steuerfrau auch das passieren

Auch genannt Steuerleute, Steuerfrau, Steuerling, Steuerknecht, Ballast

Inhaltsverzeichnis

separater Steuermann

Der Richtige Steuermann sitzt als Einziger im Boot in Fahrtrichtung. Seine Aufgabe ist

  • Steuern
  • Kommandos geben
  • Anfeuern
  • Assistenz beim Training
  • Mannschaftspsychologische Unterstützung
  • Korrekturen
  • Zusammenrudern fördern
  • ...

Meist sitzt der Steuermann am Ende des Bootes (im Heck), der Mannschaft gegenüber. Das hat den Vorteil, dass er die gesamte Mannschaft und deren Tun, sowie den gesamten Bootskörper überblicken kann.

Bei buggesteuerten Booten (meist 2+ und 4+) liegt der Steuermann vorne im Bugkasten. Er kann dann die Mannschaft weder sehen noch hören, und nur über eine Coxbox Kommandos geben. Der Vorteil des Steuermannes im Bug ist, dass der Bug des Ruderboot im Endzug, wo es am schnellsten ist, von den Ruderern im Kehrpunkt der Bewegung aufgrund des längeren Hebels (zur Sitze) weniger einsinkt und dadurch weniger gebremst wird.

Auch ist das Manövrieren eines längeren Bootes von vorne sehr schwierig. Darum sieht man nur sehr selten buggesteuerte Achter.

Ruderer als Steuermann

Bei ungesteuerten Booten übernimmt einer der Ruderer die Aufgaben des Steuermannes. Dafür muss er sich beim Rudern ab und zu umdrehen, um die Richtung zu korrigieren und um Kollisionen vorzubeugen.

ohne Fußsteuer

Wenn das Boot kein Fußsteuer hat, muss der kommandierende Ruderer durch alleiniges Überziehen lenken, oder im Falle größerer Manöver durch Kommandos die Mannschaft zu Hilfe nehmen.

Dies findet man bei Kleinbooten, also Einer und Doppelzweieren. Zweier Ohne (Riemen) haben meist ein Fußsteuer, da dort die beiden Ruderer nicht immer gleich ziehen, und das Manövrieren sonst relativ schwierig wäre und das Rudern behindern würde.

Auch bei Gigbooten findet man Kleinboote ohne Fußsteuer. Das liegt aber an der Faulheit der Werften, soetwas zu bauen, beziehungsweise an der Inkomtetenz der Ruderer, ein Fußsteuer zu bedienen (technisches Unverständnis, falsche Einstellung, "Das geht nicht", usw.).

mit Fußsteuer

Wenn der steuernde Ruderer ein Fußsteuer hat, so ist dies bei Rennbooten aus traditionellen Gründen meist auf dem Schlagplatz. Einer zweifelhaften Umfrage bei Empacher nach wünschen dies 90% der Ruderer so. Das Argument ist, dass man ja im Albanosystem damit gut steuern könne, und damit auch immer sehen könne, ob das Steuer grade wäre.

Da ja 90% aller Rennruderer ausschliesslich in Albanosystemen tranieren, und alle schon ausprobiert haben, dass man ohne Sichtkontakt zum Steuer unmöglich gradeausfahren kann, passieren jedes Jahr vermeidbare Unfälle, weil der Steuernde Hindernisse nicht sehen konnte, weil seine Mannschaft dazwischen saß. Auch ist die Kommunikation zwischen Bugmann und Steuermann (mehr rechts, nein, doch nicht so viel, wieder links, reicht, rechts, links!!...) sehr erheiternd, z.B. Auch Fragen wie "hast du den Schwan/Schwimmer/Kanuten/Achter/Frachter gesehen gehabt?" gehören standardmäßig dazu. Kommandos vom Bugmann können sein:

  • zu Land hin/von Land weg
  • nach Backbord/Steuerbord
  • Hindernis voraus/an Back/an Steu
  • Back/Steu (hier ist nicht klar, ob es in die Richtung gehen soll, oder was passieren soll)

Kurzum: Fußsteuer gehören in den Bug.

Meist ist der Fußsteuernde auch gleichzeitig der Obmann des Bootes und Kommandogebende. Auch hier ist es sehr hilfreich, wenn man den Rest seiner Mannschaft sehen kann. Für sinnvolle Korrekturen und Sehen der Fehler, nicht nur deren Auswirkungen Spüren.

Allgemeines

Das Steuern eines Bootes sollte unter Aufsicht geübt werden.

Warum ist das so (siehe auch Steuern)

  • Die Reaktion eines Bootes verzögert sich manchmal, es reagiert nicht gleich und heftig auf eine Steuerbewegung.
  • Je besser und größer das Steuer und je kürzer und leichter das Boot, desto besser ist die Steuerwirkung.

Das heißt z.B., dass ein Achter sehr schwierig zu steuern ist, da er relativ träge auf den Einschlag des Steuers reagiert.

  • Nur ein in Fahrt befindliches Boot kann gesteuert werden.
  • Die Kommandos müssen verständlich beim Ruderer ankommen
  • Gefahrensituationen müssen abgeschätzt werden können und entsprechende Kommandos gegeben werden.
  • Fahrtordnungen müssen eingehalten werden.
  • Vorausschauende Fahrweise ist sehr wichtig bei schlecht steuerbaren Booten
  • Strömungen und andere Gefahren müssen bekannt sein und die Handlungsweise besprochen werden.

Mindestgewicht für offizielle Steuerleute:

  • 50kg
  • plus max. 5kg Zusatzgewicht.

siehe auch

Persönliche Werkzeuge