Setzen
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Das Setzen
"Find the post in the water"
Bewegungsvorstellung
Setzbewegung
Das Setzen erfolgt im Moment des Endes der Vorrollbewegung. Am Ende der Vorrolle sind die Schultern leicht vorgeneigt, Arme gestreckt und Hände weit über die Bootswand nach außen geführt. In dem Moment wo der Rollsitz steht, muss auch das Setzen erfolgen und das Blatt fertig zur Druckaufnahme im Wasser sein.
Man kommt aus der Vorrolle heraus mit dem Blatt zum Wasser, lässt die vorher schon senkrechten Blätter mit einer lockeren Bewegung der Hände senkrecht nach oben ins Wasser fallen, überlässt ihnen die Wahl der Wasserlage selbst, womit sie automatisch in der gewünschten Tauchtiefe und im richtigen Winkel landen. Vor dem Druckaufbau fühlt man, ob sie richtig im Wasser sitzen, und nur wenn dies der Fall ist (und nur dann, sonst zickt ein Einer schon mal rum :-) nimmt man den Druck - zügig - auf.
Ziel: keine Pause, wo das Boot stampfen kann, runde Bewegung, lockere Bewegung
Übungen
Handkurve
Auch hier hilft das Bild mit dem Umranden einer Tischplatte (Handkurve) sehr viel.
Viel Wichtiger ist hier aber das "`vorher"'. Im Abschnitt "`Vorrolle"' wurde erwähnt, dass die Blätter nahe am Wasser geführt werden sollen. Aber: Dabei muss der Abstand Wasser-Blattunterkante so groß sein, dass man am Ende des Vorrollens noch Aufdrehen und eine Abwärtsbewegung einleiten kann, damit die Blätter vor dem Setzen schon in einer Abwärtsbewegung sind.
Ziel: schnelles ins Wasser kommen
Übungen
Fehler
Nachsetzen
Das als Nachsetzen bezeichnete Strecken des Oberkörpers inklusive Drehen in der Auslage ohne Rollen verursacht ein Abtauchen des Hecks = Stampfen. Den Zugweg verlängert es fast gar nicht, sondern verlängert nur den Weg zur Wasseroberfläche, wie man sich an einer senkrechten Kante durch Ausprobieren der Armbewegung in der Hocke klar machen kann.
Die größte Vorlage hat man, wie man links erkennen kann, wenn die Arme horizontal sind. Man kann den Verlust an Wegstrecke durch zu tiefe Hände durch ein Runterdrücken des Oberkörpers scheinbar kompensieren, aber es bringt effektiv gar nichts, weil man zum Setzen wieder hoch muss. Oft entsteht das Nachsetzten durch ein unkontrolliertes in die Auslage gehen, speziell wenn man über das Auslageziel hinaus schießt.
Problem: Pause in der Auslage, keinne Mannnschaftskoordination möglich
Übungen:
- Hände nach außen führen
- Tischkantenmodell
- mit steifem Oberkörper rudern
- Schlagaufbau mit 3/4 Länge
- In die Auslage setzen
Kleine Anmerkung: Diese Bewegungsbeschreibung ohne jedes Nachstrecken des Oberkörpers ist idealisiert. Es gibt fast keinen Ruderer, der dies vollkommen unterdrücken kann. Ziel sollte sein, es so weit es irgendwie geht zu vermeiden!
Hacken
Wenn man mit dem Druckaufbau beginnt, bevor man im Wasser ist, resultiert ein hektisches unkontrolliertes ins-Wasser-hacken des Blattes. Damit verursacht man nur eine ineffektive Kraftspitze, Rückenschmerzen, unzufriedene Mitruderer, Gewackel sowie meist auch einen unsauberen Durchzug.
Problem: Kein Möglichkeiten ein unsauberes Setzen zu korrigieren, kein Gefühl was der Rest der Mannschaft macht, man kann seine eigene Bewegung nicht mit der Bewegung der Mannschaft koordinieren
Übungen:
verzögertes Setzen
Gern gesehener Fehler insbesondere bei Anfängern: Man macht eine von den anderen unabhängige Rollbewegung, und wartet in der Auslage bis die anderen da sind, und setzt dann mit ihnen zusammen (oder auch nicht) wieder ein.
Problem: Pause in der Bewegung, keine Mannschaftskoordination, keine Stabilität
Übungen: siehe Nachsetzen
Vorschlagen
Das Gegenteil ist es, vor den anderen ins Wasser zu Fallen. Der Grund ist oft fehlende Körperspannung, zu schnelles Rollen, und oft Angst zu langsam zu sein.
Problem: kein gemeinsames Setzen, der Rythmus wird gestört, die Mannschaftskoordination wird unmöglich, Rückenschmerzen
Übungen: Alle Übungen zur Mannschaftskoordination
zu früher Beinstoß
Oft sieht man, wie Ruderer mit der Rollbewegung beginnen, bevor sie die Blätter im Wasser haben. Das liegt oft auch an einer Nachsetzbewegung, aber meist einfach daran, das sie zu langsam setzen.
Es hilft die Vorstellung "`in die Auslage rein"' setzen zu wollen, oder als Übung bei 3/4-Rollbahn "`in den Umkehrpunkt der Rollbewegung hinein setzen"' zu wollen.
Eine gute aber schwierige und im Einer manchmal umwerfendfe Übung ist, ohne Arm und Oberkörpereinsatz Züge nur mit Beinarbeit zu machen. Der Oberkörper bleibt dabei die ganze Zeit in der Auslageposition.
Problem: Man verschenkt wertvolle Schubstrecke der Beine, Rückenschmerzen, Bootsrythmus leidet
Übungen
Blätter in die Luft
Ein häufiger Fehler ist, vor dem Setzen die Hände ins Boot (oft noch den Oberkörper -> ganz böse, Nachsetzen und die Blätter damit nach oben zu bewegen. Dadurch befinden sich die Blätter vor dem Setzen in einer Aufwärtsbewegung.
Diese nun in eine Abwärtsbewegung umzuwandeln dauert, und erzeugt eine Pause vor dem Setzen. Folgende Abbildung verdeutlichen den längeren Weg, den die Blätter dann zurückzulegen haben:
Die von unten kommende Kurve macht einen deutlich weiteren Weg, der mit einem Verlust an Auslagewinkel verbunden ist, da man in der Abwärtsbewegung schon leicht durchzieht.
Problem: verzögertes Setzen, Pause in der Auslage, Stampfen, keine Mannschaftskoordination möglich
Übungen:
- Tischkantenmodell
- In die Auslage setzen
- alle Übungen gegen Nachsetzen
Anmerkung: Meist ist die bei ungleichmäßiger Handhöhe oft gegebene Anweisung des Übungleiters "Hände gleich hoch halten" schuld, da viele die Hände dann zu früh hochnehmen. Besser wäre also "Hände die ganze Vorrollphase gleich weit unten lassen" bzw. "die rechte/linke Hand weiter runter" kombiniert mit "und am Ende der Vorrolle hoch kommen"
weiter mit Stabilität




