Rollbahn
Aus Ruderwiki
Die Rollbahn ist die Schiene, in welcher der Rollsitz im Boot hin- und herrollt.
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Material
Rollbahnen sind aus eloxiertem Aluminuim. Sie werden im Spritzgussverfahren hergestellt.
Beim Eloxieren wird die Oberfläche der Rollbahn mit einer besonders dicken und harten Schicht aus Aluminiumoxid überzogen.
Ansicht
Ansicht von oben
Querschnitt
Sie Seite mit der waagerechten Kante zeigt nach Innen. Die Kante dient dazu, um den Rollsitz mit Hilfe der Rollsitzklammern am Herausfallen zu hindern, wenn das Boot gedreht wird.
Einbau in das Boot
Länge
Rollbahnen werden heute meist mit einer Länge von 80cm verbaut. In älteren Booten findet man auch noch 60cm, was aber in Kombination mit Kugellagerrollsitzen für die meisten Menschen zu kurz ist. Ältere Schlittenrollsitze konnten durch ihre Bauart den Rollweg verlängern, so dass dies nicht problematisch war.
Spurbreite
Rollbahnen werden in den verschiedensten Spurbreiten verbaut. Dadurch entstehen teils enorme Schwierigkeiten einen Ersatzrollsitz zu finden. Teilweise werden in Gigbooten auch an den einzelnen Plätzen unterschiedliche Spurweiten verwendet.
Befestigung
Die Rollschienen werden mit Schrauben am Rollbahnkeil durch die Spante hindurch oder den Plattenausbau befestigt. Die Köpfe der Schrauben werden dazu vom Ende her in das Profil der Rollbahn eingeführt. Die Schrauben werden von unten mit Muttern oder Flügelmuttern festgezogen.
Die Enden der Rollbahn werden mit einer Kusntstoffkappe versehen, die das Herausrollen des Rollsitzes verhindern, und die Verletzungsgefahr minimieren (siehe auch Löchern in den Waden)
Haltbarkeit
Problematik
Es gibt nichts Schlimmeres als defekte Rollbahnen.
Je leichter und gleichmäßiger der Rollsitz sich in der Rollbahn bewegen kann, desto angenehmer ist das Rudern.
Eine verkratze und unebene Rollbahn bietet einen oft nicht zu vernachlässigenden und das Rudern behindernen Widerstand. Nebenbei führen Unebenheiten zu nervender Geräuschkulisse, insbesondere in Booten mit Plattenausbau.
Gründe für verschlissene Rollbahnen
Dumme ignorante Ruderer.
Aluminium ist zu weich (Mohs'sche Härte 2,75), um der Belastung stand zu halten. Darum sind die Rollbahnen eloxiert. Die Eloxalschicht, Aluminiumoxid, Mohs'sche Härte von 9 bis 9,5 (der härteste Stoff überhaupt, Diamant, hat den Wert 10, also ist das schon verdammt hart!!!) ist extrem hart und wiederstandsfähig. Sie kann das Rollen einer Kunststoffrolle (ca. Härte 2) locker wegstecken. Solange es bei einer Kunststoffrolle bleibt.
Viele Zeitzeugen tragen beim Einsteigen durch Trampeln mit den Schuhen Sand in die Rollbahn ein. Sand besteht aus Siliziumoxid, auch Quarz oder Trivial auch Glas genannt. Quarzglas ist ebenfalls ziemlich hart (Mohs'sche Härte 7), und reibt nach dem Motto 'steter Tropfen hölt den Stein' diese wie ein Schmirgelpapier langsam aber sicher die Eloxal-Schutzschicht durch. Wenn die Schicht einmal durch ist, gräbt sich die Rolle sehr schnell in das darunter liegende Aluminium und es entsteht eine beispiellose Schlaglochpiste.
Den Abrieb der Rollbahn kann man als schwarzen Schmier erkennen, der aus keinen Anziehsachen mehr herausgeht und schöne schwarze Flecken an den Waden der Ruderer hinterlässt.
Abhilfe
- Nie mit Schuhen auf die Rollbahn treten
- alle Verunreinigungen fernhalten.
- Nach jedem Rudern die Rollbahn putzen, alles was an Staub und Dreck ist herausholen.
- Wenn die Rollbahn knirschende Geräusche macht, sofort Anhalten und die Rollbahn sauber machen.


