Pausenschläge

Aus Ruderwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Pausenschläge

Mit Hilfe von Pausen soll der Bewegungablauf für die Ruderer vereinfacht werden. Zusätzlich kann man in der Pause seine Körperposition kontrollieren.


Korrigierbare Fehler bitte ergänzen


Zielgruppe

Anfänger, Fortgeschrittene

Ziele

Die Vorrollbewegung kann man in mehrere Phasen einteilen:

  • Phase 1: Arm/Oberkörperbewegung
  • Phase 2: Beinbewegung

Am Anfang, Ende oder während Phasen sollte der Ruderer bestimmte Positionen durchlaufen. Indem in der Bewegung innegehalten wird, kann man kontrollieren ob man die richtige Bewegungsvorstellung bis zu diesem Punkt beherrscht.

Im Moment der Pause muss man durch Körperspannung und Haltung das Boot stabilisieren. Damit ermöglicht diese Übung, das stellen des Bootes zu verbessern.

Nach der Pause muss in einem Mannschaftsboot gemeinsam wieder begonnen und die Auslage erreicht werden, was eine gute mannschaftsinterne Koordination vorraussetzt.

Pausenpositionen

Es gibt 4 meist genutzte Pausenpositionen

Pause nach dem Ausheben

Die Bewegung wird nach dem Ausheben abgebrochen. Die Ruderer sitzen in der Rücklage und haben lediglich mit den Hände die Aushebebewegung gemacht.

Hier kann das saubere und gleichmäßige Ausheben sowie die Stabilisierung des Bootes in der Rücklage geübt werden.

Pause über den Knien

Die Bewegung wird nach dem Strecken der Arme, dem Nachholen des Oberkörpers und Vorbeugen des Oberkörpers abgebrochen. Die Beine bleiben in dieser Position durchgestreckt. (Orthogonalstellung/Sicherheitsstellung)

Nach der Pause kann man ein sanftes und gemeinsames Rollen der ganzen Mannschaft üben.

Hier kann der Ablauf der Vorrollbewegung des Oberkörpers geübt werden. Da in dieser Position der Boot mit den Füßen sowie Skulls gut Stabilisiert werden kann, für Anfänger die beste Position es zu üben.

Pause nach einer viertel Rollbahn

Man rollt nach der Orthogonalstellung noch bis ca. einem Viertel der Rollstrecke an, bevor man die Vorrollbewegung abbricht.

In dieser Position muss das Boot über die Skulls stabilisiert werden. Da ab dieser Position ungeübte oft keine Körperspannung mehr haben, und das Boot abkippt, kann man dies hiermit gut erlernen.

Pause hinter den Füßen

Man bricht die Bewegung nach ca. 2/3 der Rollbewegung ab.

In dieser Position kann man das Boot nur noch über die Skulls stabilisieren.

Durchführung

Aus langsamer Fahrt (bzw. nach ~5 Schlägen anschieben) wird in der Bewegung innegehalten.

  • Ende der Pause nach Ansage des Steuermannes (z.B. "Weiter")
  • Ende der Pause ohne Ansage des Steuermannes durch Einleiten der Bewegung durch den Schlagmann (die Pausenlänge sollte dabei immer gleich sein)

Die Länge der Pause sollte nicht mehr als eine Sekunde betragen, sonst ist die Gefahr zu groß, dass die Mannschaft verkrampft, das Boot kippt, das Boot zu langsam wird und eine weitere Durchführung behindert.

Wichtig ist es, auf ein gemeinsames Erreichen der Pause sowie ein gemeinsames weiterführen und Erreichen der Auslage zu achten.

Pausen werden gemacht

  • entweder jeden Schlag (Konzentration)
  • jeden 2. oder jeden 3. (um die Pausenpositionen in die Bewegung übertragen zu können)

Wenn jeden 2. oder 3. Schlag eine Pause gemacht wird, ist nicht der Schlag mit der Pause der wichtige Schlag, sondern der Pausenlose. Oft beobachtet man, dass die Ruderer den pausenlosen Schlag ohne Konzentration machen. In dem Schlag ohne Pause soll die Mannschaft versuchen zu rollen, als ob sie eine Pause machen würden und das was sie in dem Schlag mit Pause lernt, anzuwenden. Das muss man der Mannschaft als Trainer klar ansagen und immer wieder daran erinnern!

Hilfen

Teil 9: Stabilität

Varianten

  • Bewegung mit geschlossenen Augen durchführen lassen (Mannschaft muss die gemeinsame Bewegung fühlen)
Persönliche Werkzeuge