Manschette
Aus Ruderwiki
Mannschetten bezeichnen den Teil des Schaftes, der in der Dolle liegt. Da er besonderer Abnutzung ausgesetzt ist, wird er mit einer Schutzhülle versehen. Diese nennt man Manschette.
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Materialien
Leder
Früher waren Manschetten aus Leder, das mit in die Holzskulls getriebenen Nägeln befestigt war. Darunter faulte es vor sich hin, und die Manschetten mussten mit Fett geschmiert werden, das die weissen Hemden der Ruderer unschön verzierte
Schrumpfschlauch
Mit dem Aufkommen der Kunststoffe wurden Schrumpfschläuche aus Polyethylen verwendet. Dies sind dicke Schläuche aus PE, die mechanische geweitet wurden, und unter Hitzeinwirkung sich wieder zusammenzogen und den Skull fest, sogar wasserfest, umschlossen. Sie verdrängten die Ledermanschetten schnell, da sie haltbarer waren und aufgrund der geringeren Reibung ohne Fett auskamen.
Kunststoff
Mit dem Aufkommen der Kohlefaserskulls wurden die Manschetten aus Kunststoffteilen zusammengesetzt. Diese werden einfach auf den Schaft geklebt.
Verschleisskeile
Eine Besonderheit sind dabei die sogenannten Verschleisskeile, die den Teil der Manschette bilden, der durch die Bewegung in der Dolle abgenutzt werden. Diese Keile können einfach ausgetauscht werden, ohne die restliche Dolle ersetzen zu müssen.
Anlagekeile
Unter den Manschetten aus Leder und Schrumpfschlauch an Holzskulls befanden sich sogenannte Anlagekeile. Die Seite der Anlagefläche war im Bereich der Manschette plan und parallel zum Blatt. damit konnte ein Skull als Backbord und Steuerbordskull gebaut werden. Zur Unterscheidung wurde unter die Manschette ein Anlagekeil geklebt. Diese stellten den Winkel der letzendlichen Anlagefläche vom Skull zum Blatt ein.
Bei den Kunststoffmanschetten an runden Kohlefaserskulls werden die Manschetten einfach im gewünschten Winkel zum Blatt am Schaft angeklebt. Damit sind keine Anlagekeile mehr nötig.


