Gigboot

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Gigboote sind oben offene Ruderboote, die nach der sogenannten 'Gig-Norm' gebaut sind. Im Gegensatz dazu verfügen Rennboote über keine Norm, sondern nur über Mindestgewichte.

Inhaltsverzeichnis

Typen

Gigboote gibt es als

  • Einer
  • Zweier ohne Steuermann
  • Zweier mit Steuermann
  • Vierer
  • Achter

Des weiteren findet man (ohne offizielle Norm)

  • Einer mit Steuermann
  • Dreier
  • Vierer ohne Steuermann
  • Fünfer ohne Steuermann
  • Sechser mit Steuermann

Weiterhin gibt es bei zunehmend mehr Werften wie Gig's gebaute Boote, die schmaler, länger und leichter sind. Diese kommen vom Rudergefühl den Rennbooten näher, und auch merklich schneller. Sie sind aber auf Regatten in Deutschland verboten.

Norm

Die Gigboote sind auf bestimmte Gewichte und Abmessungen genormt.

(Angaben für gesteuerte Vierer)

A-Gig

A-Gigs sind breite Boote, mit einem Dollbordabstand von einem Meter und einer Länge von 10,5m. Sie sind aus Planken gebaut und wiegen ca 125 kg.

B-Gig

B-Gigs sind wie A-Boote aus Planekn gebaut, aber nur 78cm breit, 11m lang und 90kg schwer.

C-Gig

Sind von den Gewischten und Ambessungen wie B-Boote, aber mit glatter Bootshaut (Sperrholz, Kunststoff)

D-Gig

D-Gigs gleichen den A-Gigs, haben aber eine glatte Außenhaut

E-Gig

Als Zwischending von C und D-Gigs entworfen, mit einer Breite von 90cm, 11m Länge und glatter Außenhaut.

Überbreite

Es gibt Boote mit einer Überbretite von 110cm. Diese werden für Wadnerfahrten verwendet.


Übersicht über die Maße

Daten nach [1]:

Bootstyp Bauart Länge [m] Breite [m] Gewicht [kg]
Gig-Zweier m. Stf./Stm. A, D 8,25 1,00 90
B, C 8,50 0,78 65
Seegig ca. 8,50 ca. 1,05 90
Gig-Vierer m. Stf./Stm.   A, D 10,50 1,00 ca. 125
B, C 11,00 0,78 ca. 90
E 11,00 0,90  ?
Seegig ca. 10,50 ca. 1,05 ca. 140
Gig-Achter C 17,50 0,85 150
Barke ca. 11,00 2,00–3,00 400–800

Unterschiede zum Rennboot

  • deutlich stabiler gebaut
  • dadurch schwerer
  • kippsicherer
  • keine geschlossene Bauweise, Boote sind oben offen
  • Außenkiel mit (meist) Kielschiene, daher keine Finne
  • Steuer ist hinten am Heck angebracht
  • Boote sind deutlich breiter als Rennboote

Einsatz

Gigboote werden hauptsächlich im Breitensport verwendet, da

  • sie für Anfängner besser geeignet sind, da sich durch ihre Kippsicherheit den Leuten die Angst nehmen
  • Gigboote sind fehlerverzeiender
  • sie sind auch bei schwierigen Wasserverhältnissen benutzbar (z.B. auf dem Rhein)
  • sie robust und weniger empfindlich sind.

Gigboote werden weiterhin auf Wanderfahrten eingesetzt:

  • Stauraum für Gepäck vorhanden
  • entspanntes Rudern
  • Tempo ist nicht relevant

Auch im Regattawesen gibt es Gigboot-Rennen

  • bei Regatten auf schwierigem Gewässer, wie z.B. Rhein, Seen, kleine Kanäle
    • Rheinmarathon
    • Tour du Leman à l'aviron
    • Elfstedentocht
  • Als Rennen für die zweite Wettkampfebene
  • Im Kinder- und Schulrudern
    • 'Jugend trainiert für Olympia'

siehe auch

Persönliche Werkzeuge