Druckstrebe

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Die Druckstrebe oder auch 5. Strebe ist eine Erweiterung des Auslegers, die am Dollenstift oberhalb der Dolle angreift, und die Verwringung des restlichen Auslegers (und den damit sich ändernden Auslagewinkel) verringert.

Ausdruck

Der Begriff 5. Strebe kommt ursprünglich daher, dass jeder Ausleger unterhalb der Dolle eine doppelte Zugstrebe und eine doppelte Druckstrebe hatte, und die zusätzliche Strebe eben die 5. gewesen ist.

Sinn der Druckstrebe

Durch den Druck gegen den Dollenstift wird der Ausleger ein kleine bischen verbogen, und damit der Anlagewinkel verfälscht. Insbesondere bei älteren Booten und Holzbooten wird zusätzlich der gesamte Rumpf und insbesondere die Spanten verformt. Um diesen Effekt zu begrenzen und die Last auf eine zusätzliche Strebe und Spante zu verteilen, wird die Druck/5. Strebe angebracht.

Da sie an der Oberkante der Dolle am Dollenstift angreift, verhindert sie insbesondere das verbiegen des Auslegers und das ändern des Anlagewinkels.

Bild:Lexikon_fuenftestrebe.png

Oberes Bild: Lage der 5. Strebe/Druckstrebe in der Aufsicht

Unteres Bild: Verwringung des Auslegers und änderung des Anlagewinkels mit und ohne 5. Strebe

Bei älteren Booten fühlt sich dadurch die Druckaufnahme deutlich direkter an.

Neuere Auslegerformen

Bei neueren Auslegertypen wird häufig nur noch eine orthogonal zu Boot befindliche Zugstrebe und eine im Winkel der klassischen 5. Strebe nach vorne gehenden Druckstrebe gebaut, wobei die Dolle mittig vor der Druckstrebe sitzt, und gar keine Veränderung des Anlagewinkels durch die Last mehr auftreten kann.

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