Dolle

Aus Ruderwiki

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Die Dolle ist der Kontaktpunkt zwischen dem Skull oder Riemen mit dem Boot. Sie ist auf dem senkrecht am Ende des Auslegers angebrachten Dollenstiftes drehbar angebracht.

Inhaltsverzeichnis

historisch

Ganz früher bestand die Dolle aus zwei Holzlatten, die auf dem senkrecht auf dem Dollbord standen. Das Rudern wurde einfach dazwischen gelegt. Die vordere Latte nahm dabei die Kräfte des Ruders auf. Um ein herausfallen des Ruders zu verhindern, wurde teils eine Schnur über das Ruder gespannt.

Später wurden drehbare Dollen aus Messing verwendet. Diese wurden auf einen in den Dollbord geschraubten Dollenstift gesteckt. Die ist heute nur noch bei Seegigs zu finden.

Messingdollen/Offene Dollen

Teilweise findet man noch heute Dollen aus Messing. Diese sind oben offen. Da die Öffnung recht klein ist, kann der Skull oder Riemen nur in Blattnähe eingeführt werden, und die breitere Mannschette ist zu dick, um aus der Dolle herauszuspringen.

Bügeldollen

Die meisten heutigen Dollen sind aus Kunststoff. Sie verfügen über einen Dollenbügel, der mit einer Schraube verschließbar ist.

Die Dolle ist drehbar gelagert, so dass die Dolle die Rotation des Skulls während der Ruderbewegung mitmachen kann.

Anlagewinkel der Dolle

Die Dolle hat einen sogenannten Anlagewinkel. Als dieser wird der Winkel der Anlagefläche des Skulls an der Dolle bezeichnet. Es liegt meist zwischen 1 und 7 Grad. Der Anlagewinkel entscheidet mit dem Anlagewinkel des Skulls zusammen über den Winkel des Blattes im Wasser. Der richtige Blattwinkel ist sehr entscheidend für die Ruderbarkeit eines Bootes. Siehe Anlagewinkel einstellen.

Verstellen des Winkels

Bügeldollen II

Bei ebenso Bügeldollen genannten Dollenstiftkonstruktionen wurde der Dollenstift mittels eines Bügels vom Ausleger aus gehalten -> veraltet

Excenterdollen

Bei einer Excenterdolle ist zwischen Dolle und Dollenstift eine excentrisch gebohrte Hülle. Durch verdrehen dieser Hülle kann der Winkel zwischen Stift und Dolle eingestellt werden. Dabei wird die Dolle ebenso nach Innen bzw Außen gekippt, was nicht unbedingt erwünscht, aber unerheblich ist (die Kippung der Dolle, nicht des Dollenstiftes) -> veraltet

Anlageplatten

Bei bestimmten Dollen wurde die Anlage verändert, indem Plastikkeile von innen an die Anlageplatte geschraubt wurden. Durch Austausch und der Keile konnten verschiedene Winkel gewählt werden -> veraltet

moderne Dollen

Bei den modernen Dollen werden austauschbare von oben und unten Einsätze zwischen den Dollenstift und die Dolle geschoben. Die Einsätze weisen unterschiedliche Positionen der Durchlässe für den Dollenstift auf. Der Nullpunkt der Einsätze beträgt 4° (symetrische Einsätze), und kann durch Verwendung von Einsätzen mit 3(5), 2(6) und 1(7) Grad (je nach Einbaurichtung) verändert werden.

Siehe auch: Elemente am Dollenstift

Hightechdollen

Im Hochleistungssport gibt es Dollen, die eine Mechanik besitzen, die den Skull ständig gegen die Anlagefläche drückt. Das soll ein schnelleres und sichereres Erreichen der Blattposition ermöglichen.

Persönliche Werkzeuge