Boote tragen

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Bootsarten

Generell ist die Art ein Boot zun tragen unabhängig davon, welche Art von Boot man trägt. Lediglich ein paar Dinge sollte man beachten, bzw bieten sich bestimmte Dinge für einige Bootsarten besonders an.

Gig-Boote

Gigboote trägt man am besten am langen Arm oder auf der Schulter. Das Über-Kopf-Tragen von Gigbooten ist kräftigen Männermanschaften oder Frauen, die es unbedingt wissen wollen, vorbehalten. Gigboote trägt man grundsätzlich nie zwischen den Auslegern.

Beim Tragen von Gigbooten ist außerdem zu bedenken, dass pro Person ein recht hohes Bootsgewicht zu tragen ist, von bis zu 35kg beim 2er, ca 20 kg beim 4er und 15kg beim Achter. Dieses Gewicht will kontrolliert und gehalten werden.

Rennboote

Rennboote sind sehr leicht. Darum kann man sie besser über Kopf und auf der Schulter tragen.

Eingreifpunkte

Irgendwo muss man das Boot beim Tragen festhalten. Geeignete Punkte hierfür sind

Was man nicht zum Tragen benutzen darf sind

Tragen am langen Arm

Tragen am langen Arm

Diese Technik wird meist zum Transport von Gigbooten und zum Transport von Booten allgemein aus der Halle heraus verwendet.

Beim Tragen am langen Arm steht man neben dem Boot, und fasst das üblicher Weise mit dem Kiel nach oben liegende Boot am Dollbord mit einer oder beiden Händen an. Dabei sollte man sehen, dass der Arm lang ist (Kraftersparnis) sowie die Beine und der Oberkörper grade sind (Kraftersparnis sowie Gelenkverschleiss minimieren).

  • Bei Rennbooten sollte man sehen, dass man nicht im Bereich der Luftkästen trägt, da diese eine dünnere Abdeckung haben bzw. Holzboote mit einer Bespannung (Persenning) versehen sind, die dann leicht eingedrückt werden kann.
  • Bei Gigbooten sollte man sehen, dass man so nahe es geht an den Auslegern steht, aber nie zwischen den Auslegern (Verletzungsgefahr, stolpern in Innenkurven, ins Wasser fallen an Stegecken etc). Wenn man ein Gigboot zu weit an den Enden trägt, kann man es nicht gegen drehen sichern, d.h. das mit Kiel oben liegende Boot tendiert dazu sich selbstständig umzudrehen (und dabei meist der Mannschaft zu entgleiten). In der Nähe der Ausleger ist das Boot breiter und die Gefahr geringer.

Kommandos:

  • Mannschaft greift ein/ Mannschaft ans Boot: Man stellt sich in Position
  • Boot geht hoch: alle heben zusammen und gleichzeitig das Boot an (ohne irgendwo anzustoßen)
  • Boot geht ab: Boot wird abgesetzt, möglichst so, dass es in eine Materialschonende Lage kommt.

Beim Tragen am langen Arm ist es auch möglich, das Boot Kielunten zu tragen. Dabei greift man idealer Weise an extra hierfür angebrachten leisten, Spant, Dollbord oder Gondelleiste ein. Alle anderen Leisten sind potentiell herausreissgefärdet, da sie eher auf Druckbelastung eingebaut werden.

Tragen auf der Schulter

Tragen auf Schulter

Beim Tragen auf der Schulter legt man das mit Kiel nach oben zeigende Boot mit dem Dollbord auf seiner Schulter ab. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, die Wirbelsäule gerade zu machen.

Das Problem ist, dass man fast immer unterschiedlich große Ruderer hat. Darum ist es notwendig, die Plätze so zu verteilen, dass an Bug/Heck möglichst ähnlich große Ruderer anfassen, und gleichzeitig der Höhenunterschied der Ruderer an Bug bzw. Heck das selbe "seitliche Gefälle" hat, sonst tragen die beiden größeren das Boot "über kreuz" alleine.

Kommandos:

  • Boot geht auf die Schulter hoch: Boot aus den Armen auf die Schultern hochheben
  • Boot geht in die Arme ab: Bas Boot wird wieder gemeinsam auf Hüfthöhe heruntergelassen.

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Tragen über Kopf

Unübliche Anwendung des Boot tragen über Kopf

Tragen über Kopf macht man gewöhnlicher Weise nur mit Rennbooten.

Beim Tragen über Kopf wird das Boot am gestrecken Arm über dem Kopf getragen. Die Ruderer stehen nun nicht mehr seitlich des Bootes, sondern alle in einer Reihe hintereinander.

Die Ruderer sollte man am besten von Bug nach Heck der Größe nach sortieren, so dass alle die Chance haben, das Boot mit ihren Händen zu erreichen und mit tragen können.

Kommandos:

  • Boot geht über Kopf - hoch: Boot wird (über die Zwischenstufe auf den Schultern) über Kopf hochgehievt.
  • Rechts links raus: Die Mannschaft geht abwechselnd rechts bzw. links zur Seite raus und setzt das Boot auf den Schultern ab. Dabei bestimmt der vorderste mit der von ihm gewählten Seite, auf welche Seite der Rest der Mannschaft herausgeht. Bei Riemenbooten geht man grundsätzlich gegenüber seines Auslegers raus.

Das Tragen über Kopf wird auch oft zum Ausheben und Absetzen des Bootes in das Wasser oder in Böcke verwendet. Dabei dreht sich die Mannschaft mit dem Gesicht zum Boot, packt mit der Schulter, die in die spätere Laufrichtung zeigt, über das Boot, und auf Kommando wird das Boot direkt über den Kopf hochgehoben. Dies ist mit Gigbooten extrem schwer, selbst bei Rennbooten gleicht dies für schwächere Mannschaften einem Kraftakt: In diesem Fall besser der Boot am langen Arm aus dem Bock heben, auf Schultern hoch und dann über Kopf.

Kommandos:

  • Vor Bauch ab: Boot wird aus der 'über-Kopf'-Position vor den Bauch herabgelassen. Dabei stehen alle Ruderer auf der selben Seite, was beim Einsetzen/Ausheben am Wasser sehr vorteilhaft ist.
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