Blatt

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Als Blatt oder Ruderblatt bezeichnet man den Teil des Skullsmoder Riemens, mit dem man beim Rudern in das Wasser taucht, um das Boot vorwärts zu schieben.

Das Blatt befindet sich am Ende des Schaftes vom Skull.

Inhaltsverzeichnis

Material

Holz
Früher bestanden die Blätter wie die restlichen Bestandteile des Skulls aus Holz. Die äußerste Kante des Blattes war dabei aus einem Hartholz gefertigt (Scheuerleiste), um die Abnutzung zu verringern. Bis heute wird geleht, dass man Blätter am Steg mit der konkaven Seite nach Unten drehen muss. Dies kommt daher, dass früher dann die Scheuerleiste auf dem Steg zu liegen kam. Die andere Seite wurde sonst nämlich großflächig aufgescheuert und begann zu faulen.
Kunststoff
Heute werden die Blätter wie die Skulls aus Kunststoff gefertigt. Dabei geht die Palette von sandwichbauweise über massive gepresste Blätter bis hin zu Konstruktionen aus Kohlefaser.

Blattformen

Im laufe der Entwicklung des Rudersportes haben die Blattformen eine deutliche Evolution hinter sich gebracht.

Klassisches Blatt

Das klassische Blatt war einfach V-förmig. Sein Vorteil lag darin, das man je nach gewünschten Wiederstand das Blatt einfach mehr oder weniger tief eintaucht. Nachteil ist ein schlechter Sitz im Wasser.

Macon

Maconblätter waren die Revolution im Rudersport. Der Deutschlangachter musste nur eine WM gewinnen, und der Rüstungswettlauf begann. Die symmetische Form des Macon-Blattes hat einen deutlich festeren Halt im Wasser. Auch ist die Eintauchtiefe durch seine Form quasi voegegeben.

Maconblätter werden heute noch viel im Freizeitbereich eingesetzt. Im Kinderbereich sind sie sogar vorgeschrieben.

Big Blade

Der neueste Trend sind quadratische Blattformen, die erstmals als Big-Blade auf der Bühne erschienen.

Die neue Form hat einen deutlich besseren Sitz im Wasser, und Kontakt ist allgemein deutlich besser. Es ist quasi ein mobiler Anker, an dem man sein Boot vorbeischieben kann. Das Rudern mit dieser Form erfordert weniger Geschicklichkeit und Konzentration als das Rudern mit Maconblättern.

Der Vorteil ist aber auch ein Nachteil, weil schwächere Menschen und Kinder nicht die Kraft haben, um mit dem hohen Wiederstand des Blattes im Wasser umzugehen. Daher sind BigBlades im Kinderbereich verboten, und sollten im Freizeitbereich und bei der Anfängerausbildung weiterhin eingesetzt werden.

Es gibt inzwischen viele Variationen des Ursprünglichen Big-Blades, die in kleinen Unterschieden bestehen und nur noch geringe Unterschiede im Ruderverhalten zeigen.

Blattrippen

Die Blätter haben oft in der Mitte eine sogenannte Rippe, einen spitzen Wulst. Dieser verbessert den Sitz des Blattes im Wasser und verhidnert ein tieferes Eintauchen oder Auftauchen des Blattes unter Druck.

Es gibt auch Blätter, die ohne Blattrippe gerudert werden, diese haben teilweise eine Verdickung am oberen Blattrand oder Zacken im Bereich ehemaligen Scheuerleiste (Vortexkante). Es gibt auch Blätter ohne jede Stabilisierung.

Abbildung

Bild:Aufsicht_Skulls_Teilenamen.gif

Mindestdicke

Für Blätter ist eine Mindesticke an den Kanten vorgeschrieben, um die Verletzungsgefahr bei Kollisionen zu vermindern.

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