Auslage

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Die Auslage ist die Körperhaltung in einem Ruderboot, welche man einnimmt, wenn man nach dem Vorrollen ruderbereit im Heck des Bootes angekommen ist und anschließend zum Setzen übergeht. Als eines der Ruderkommandos "In die Auslage" ist es auch eine Positionsangabe zum Losrudern.

Inhaltsverzeichnis

Die Haltung beim Skullen in der Auslage

ist charakterisiert durch:

(je nach Gelenkigkeit kann dies jedoch ein wenig abweichen, ist jedoch mit viel Geduld trainierbar durch sachte und regelmäßige Dehnübungen)

  • die Füße sind in den Schuhe/Halterungen am Stemmbrett befestigt
  • einen senkrechten Unterschenkel
  • in einem Winkel von ca. 45° angehockten Oberschenkeln
  • einem in die Nähe der Verse auf dem Rollsitz befindlichen Gesäß
  • einem sacht auf den Oberschenkel abgelegten unteren Bauch
  • einem relativ aufrechten/geraden Rücken (Wirbel über Wirbel ohne große Krümmungen - quetscht sonst die Bandscheiben böse zusammen)
  • einem entspannten Schultergürtel, welcher sich neben der Wirbelsäule befindet
  • einem Hals und Kopf, die Verlängerung der Wirbelsäule bildet
  • also einem Oberkörper, welcher aufrecht, sacht ab der Hüfte nach vorne gebeugt ist
  • zwei gestreckete Arme
  • zwei Hände, welche die Griffe mit senkrechten Skulls (oder auch nicht, beim Losrudern aus der Auslage) halten
  • die Griffe/Hände wandern dabei soweit wie möglich - ohne große Anstrengung - nach außen über die jeweilige Bordwand und sind damit um die Dolle rotiert und auf einer Höhe.
  • Damit sind die Beine im Fuß-/Hüftabstand locker zwischen den Armen untergebracht.

Fertig ist das Mondgesicht - nun noch dabei lächeln :-)

Weiter geht es an diesem Punkt mit der Setzbewegung (Setzen) und dem Durchzug.

Die Auslage beim Riemenrudern

ist grundsätzliche Position die gleiche wie beim Skullen, mit der Ausnahme, dass man hier:

  • mit dem Schultergürtel, jedoch auch im aufrechten Zustand um die Innenhand (der Dolle zugewandten Hand) über oder in Richtung der Bordwand rotiert.
  • beide Hände einen Riemengriff halten, etwa eine Schulterbreite von einander entfernt.
  • der Kopf sich dabei in Verlängerung der Wirbelsäule mit dem Schultergürtel mit in Richtung Innenhand, in Richtung der Rotation, bewegt.
  • die Hüfte bleibt dabei mer oder minder starr.
  • das Außenbein (von der Dolle entfernte Bein) ist in der Auslage, anders als beim Skullen, außerhalb des Außenarms. Jedoch in keiner unglaublichen Lage mit dem Knie Richtung Bordwand, sondern nur so weit, bis der Außenarm/die Schulter hier zur möglichen Auslage "durchpasst"

Fehler bei der Auslage

sind manigfaltig, einige seien hier genannt:

  • Vorkippen des Schultergürtels (Krümmung im oberen Rückenteil)
  • Arme zeigen ins Boot anstatt über die Bordwand (und sei es nur gedacht so)
  • Der Kopf liegt im Nacken
  • der untere Rückenbereich ist krumm
  • die Beine fallen wie bei einem Frosch nach außen (Froschsitz)
  • die Arme sind nicht gestreckt

Folgen der Fehler und Tipps

sind ebenfalls unzählig. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie entweder Schmerzen hervorrufen oder das gemeinsame Rudern immens stören. Beides ist nicht wirklich erstrebenswert.

In der Auslage ist das Boot in einer relativ instabilen Lage, wenn man einige Dinge nicht beachtet. Das Kippen eines Bootes in der Auslage kann z.B. aus vielen Fehlern in der Auslage resultieren.

Man kann sich in der Auslage damit behelfen, um ein wenig Stabilität zu bekommen, dass man mit den Daumen deutlich, aber nicht mit Gewalt den Skull in die Dolle drückt. dies funktioniert auch schon beim Vorrollen (wobei hier die Stabilität eher vom Vorziehen an den Füßen und der Handführung kommen sollte).

Die beschriebene Oberkörperposition ruft eine automatische Körperspannung hervor, welche ebenfalls dem Ruderboot eine gewisse Stabilität verleiht. Je ruhger man also verharrt. Nicht völlig angespannt, aber auch nicht lummelig, desto angenehmer wird diese Position.

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