Aufdrehen in Pause über den Füßen
Aus Ruderwiki
In der Übung Aufdrehen in der Pause soll geübt werden, das Blatt früh aufzudrehen und danach ruhig bis in die Auslage zu gehen
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Zielgruppe
Fortgeschrittene/Profis/Perfektionisten
Korrigierbare Fehler
Oft beobachtet man, dass
- Ruderer erst dann drehen, wenn sie Setzen müssten
- Ruderer zu spät aufdrehen, und dadurch vor dem Setzen eine Zwangspause machen
- in dem Moment, wo sie aufdrehen, hektisch werden und sofort einsetzen, wodurch sie nicht mehr mit den anderen zusammen koordiniert einsetzen
- beim Aufdrehen die Körperspannung nachlässt, und das Boot nicht mehr stabilisiert wird
- Angst haben mit senkrechtem Blatt weiter in die Auslage zu gehen
- unnötiges Wackeln mit den Beinen zur vermeintlichen Stabilisierung des Bootes
Diese Fehler sollen korrigiert werden, indem die Ruderer in einer Pause aufdrehen, gemeinsam mit senkrechtem Blatt vorgehen und Setzen müssen.
Durchführung
Die Ruderer machen bei jedem oder jedem 2. Schlag eine Pause nach halber bis 3/4 Rollbahn. Am Ende dieser Pause (ca 1s, siehe auch Pausenschläge) wird das Blatt gemeinsam gedreht und danach angerollt.
Als Ende der Übung wird dann das Anrollen und Drehen in einem Moment gemacht, um sich vom Bewegungsablauf der späteren tatsächlichen Ruder- und Aufdrehbewegung zu nähern.
Hilfestellungen
Als Vorbereitung die Übung Wechsel der Pausenstellen mit jedem Schlag machen.
Da die Übung an einer Stelle stattfindet, wo bei weniger guten Ruderern oft das Boot wackelt, ist es sinnvoll (insbesondere in Rennbooten) einen Teil der Mannschft das Boot stabilisieren zu lassen, um den Ruderern die Angst (die meist einer der Hauptgründe für den Fehler ist) zu nehmen.
Um die Übung ruhiger zu gestalten, ist es sinnvoll, als Trainer die Drehbewegung und das Anrollen anzusagen, bis der Rhythmus von der Mannschaft wirklich verinnerlicht ist.
Am Anfang der Übung empfiehlt es sich, das Drehen möglichst laut und schnell machen zu lassen, um eine vollständige Drehbewegung und über das Drehgeräusch leichtere Mannschaftskoordination zu erreichen. Wenn dies klappt, gibt man die Anweisung die Drehbewegung ganz langsam und "lautlos" zu machen, um ein kontrolliertes und langsames Aufdrehen für die spätere Ruderbewegung zu bekommen.
Konzentration auf folgende Punkte legen:
- Boot durch nach Außen drücken der Skulls stabilisieren
- Halbkreisförmige Bewegung um die Dolle herum machen
- Hände während des Vorrollens untem in Boot behalten
Varianten / ähnliche Übungen
Diese Übung ist eine Vorstufe oder Ergänzung zur Übung Gesteckt fahren

