Albanosystem
Aus Ruderwiki
Ein Albanosystem nennt man es, wenn auf einer Regattastrecke die einzelnen Bahnen mit einer durchgehenden Bojenkette voneinander getrennt sind. Dadurch müssen die Steuerleute in ungesteuerten Booten nur noch sehen, dass sie in der Bahn bleiben.
Namensherkunft
Das System wurde erstmals bei den Olympischen Spielen 1960 auf dem Lago di Albano in Italien verwendet. Seit dem tragen alle derartigen Bahnentrennungen diesen Namen.
Aufbau
Bei einem Albanosystem werden die einzelnen Bahnen durch eine Boje alle 10m bis 15m getrennt.
Dabei wird natürlich nicht jede Boje einzeln am Grund befestigt, sondern sie sind an einem kurzen Seil (ca. 1m) an einem parallel zu den Bahnen unter Wasser verlaufenden Tragseil befestigt. Das relativ kurze Seil der Bojen sorgt dafür, dass die Bojen sich nicht weit von ihrem Platz bewegen können.
Die parallel zu den Bojenketten verlaufenden Trageseile werden von einem Ende der Regattastrecke zum anderen gespannt. Ca. alle 200m sind die Bahnen untereinander mit einem Querseil verbunden und zum Ufer abgespannt, um den Abstand der Markierungen konstant zu halten. Die Tragseile werden mit Ankern oder Gewichten (damit kann sich die Konstruktion welchselnen Wasserständen anpassen) unter Wasser fixiert.
Durch diese Bauweise bleibt das überfahren der Bahnentrennungen mit Ruderbooten und Motorbooten mit wenig Tiefgang möglich.
Farben
Die Bojen sind meist weiß.
Für die ersten und letzen 100m einer Regattastrecke sind die Bojen oft auch rot.


